Heute mal nur drei bunt gemischte Kleinigkeiten aus Fernost:
1) Kursgewinne
Der liebe Fips war ja noch bis Ende September in Hong Kong. Da die Kaution für sein Apartment nur bar ausgezahlt oder auf ein HK-Konto überwiesen werden konnte, hatte ich mich dazu bereit erklärt den Betrag in bar zu nehmen und ihm in Euro zurück zu überweisen. Das war als der HK-Dollar bei ca. 11,40 zum Euro stand (im August habe ich noch Kurse von über 12 HKD bekommen). Da der Gute aber an den US-Dollar gekoppelt ist, hängt er sich zur Zeit mal kräftig an den Höhenflug des USD dran und steht aktuell bei ca. 9,60 auf der nach unten offenen Verzweiflungs-Skala. Somit verzeichne ich momentan einen Papiergewinn (oder besser "Nicht-Verlust") im deutlich dreistelligen Euro-Bereich und kann mich (noch) auf meinem Bargeld-Polster ausruhen und hoffen, dass sich das Blatt wendet. Ansonsten wird das hier noch ne richtig teure Kiste... ;-)
2) Haarverluste
War heute zum zweiten mal beim Friseur - im Nachhinein betrachtet hat der Gute mein "Not too short" mit Zeigefinger aufs Haupthaar wohl als ein "Schneid gar nichts ab" verstanden, aber was solls.. Geh ich halt bald nochmal. Haare schneiden ist hier nämlich nicht nur um einiges billiger (6-8 EUR) als daheim, sondern auch ein absolutes Entspannungserlebnis. Zu jedem Friseurbesuch zählt eine mindestens 5-minütige Kopfmassage im liegen vor dem Schneiden UND die gleiche Prozedur danach nochmal. Bei der "Vorbehandlung" wurden mir insgesamt drei mal die Haare shamponiert - ich spar mir jetzt mal Spekulationen über die Gründe dafür. ;-)
3) Schachbrettfunde
Der ein oder andere "frühe Leser" erinnert sich vielleicht noch an den Post über den Anflug auf den alten Flughafen Kai Tak. Neulich als ich zum Lernen auf unserer Dachterrasse saß (25 Grad, Sonne auf dem Bauch, Kaltgetränk in der Hand und ein leichter Wind - so lässt sichs arbeiten), stellte ich fest, dass die alte Landebahn gar nicht so weit von der Uni weg ist wie ich gedacht hätte und dass von da oben man wohl einen unglaublichen Blick auf die reinkommenden Maschinen gehabt haben muss. Als ich dann am nächsten Tag mit meinem Roommate wieder oben war erzählte ich ihm die Geschichte über den alten Anflug und als ich zum Part mit dem Checkerboard (Schachbrett) kam, zeigte er auf den Berg direkt neben uns (ca. 50m Luftlinie) und meinte nur "You mean this one?"
Tja, und nach einer kurzen Google-Recherche ist sicher: Das Checkerboard ist tatsächlich mein Nachbar. Die Welt ist ein Dorf! Allerdings hörte ich inzwischen, dass das mit der Aussicht wohl nicht hinkommt, da das Wohnheim erst gebaut werden konnte nachdem Kait Tak zu war - würde man gar nicht denken. ;-) *hüstel*
Wetter: Still summer
Stimmung: Erkältung besiegt, Haare geschnitten
Gesamtlage: Straight forward
Montag, 27. Oktober 2008
Dienstag, 21. Oktober 2008
Alle werden se krank...
...so auch ich. Irgendwie erwischt es hier momentan fast jeden. Ich geh mal davon aus, dass die Air Condition den Anfang gemacht hat. So bin ich Dienstag schon den ganzen Tag schniefend und hustend rumgelaufen. Der größere Fehler war dann wohl zum ersten mal zum Uniteam-Handballtraining zu gehen... Das Team besteht zu 95% aus Sportstudenten, so dass die alle mal mindestens 3mal fitter waren als ich und ich beim Aufwärmen schon fast am kollabieren war. (jaja, nur los jetzt, ihr kommentierenden Lästermäuler ;-). Ansonsten hat's aber echt Spaß gemacht mal wieder das Leder in der Hand zu haben und ich denke ich werde die Jungs beim inter-Uni-Wettbewerb ab November begleiten. Da sind ein paar echt Gute dabei - das Problem ist nur, dass die sich mehr oder weniger selbst coachen. Man merkt schon, dass denen ein echter Klassetrainer a la Dieter E. oder Helmut K. fehlt... ;-))
Nach dem Training war ich dann aber SO RICHTIG platt, stand ne halbe Stunde so heiß wie möglich unter der Dusche und hatte danach die gleiche Körpertemperatur. Seit heute würd ich von mir wieder behaupten gesund zu sein, auch wenn ich immer noch am husten bin. Nachher steht dann Trainingseinheit Nummer 2 an - man darf gespannt sein.
Ansonsten wird's hier langsam doch noch arbeitsintensiv. Samstag ist der erste (und glücklicherweise einzige) MidTerm-Test angesagt in Money&Banking. Das Problem hieran ist, dass der Prof. ein relativ unverständliches "ChEnglish" spricht und somit alles von Anfang an nachgearbeitet werden will. Zudem hab ich jetzt auch meine Klausurtermine für Dezember. Möglich gewesen für meine 4 Klausuren wäre alles zwischen 8. und 20.12. Jetzt hab ich eine am 8., eine am 9., eine am 18. und eine am 19. - danke auch, noch blöder wär's echt kaum gegangen. :-/
Einen letzten Absatz ist mir noch die live-musikalische Situation wert: Diese Woche hat uns leider Linkin Park versetzt - die sollten nach Macau ins Venetian kommen, haben aber kurzer Hand wegen Rückenproblemen die ganze Tour abgesagt (Rockstars!?). Somit muss ich mich hier weiter mit den wenigen (aber ganz guten) Coverbands in manchen Bars begnügen. Dafür geht's nächstes Jahr aber in Deutschland umso mehr rund: Am 02.02. kommen Papa Roach und Staind nach Köln, am 17.05. Metallica und da Angus & AC/DC auch mal wieder ne neue Platte haben (gefällt mir übrigens vorzüglich Jörgi) und die Hallenkonzerte innerhalb von 12 (!) Minuten ausverkauft waren, planen die jetzt gerade noch ne OpenAir-Tour für den Sommer. Wer ist wo dabei? :-)
Ich lern jetzt erstma ne Runde was...
Nach dem Training war ich dann aber SO RICHTIG platt, stand ne halbe Stunde so heiß wie möglich unter der Dusche und hatte danach die gleiche Körpertemperatur. Seit heute würd ich von mir wieder behaupten gesund zu sein, auch wenn ich immer noch am husten bin. Nachher steht dann Trainingseinheit Nummer 2 an - man darf gespannt sein.
Ansonsten wird's hier langsam doch noch arbeitsintensiv. Samstag ist der erste (und glücklicherweise einzige) MidTerm-Test angesagt in Money&Banking. Das Problem hieran ist, dass der Prof. ein relativ unverständliches "ChEnglish" spricht und somit alles von Anfang an nachgearbeitet werden will. Zudem hab ich jetzt auch meine Klausurtermine für Dezember. Möglich gewesen für meine 4 Klausuren wäre alles zwischen 8. und 20.12. Jetzt hab ich eine am 8., eine am 9., eine am 18. und eine am 19. - danke auch, noch blöder wär's echt kaum gegangen. :-/
Einen letzten Absatz ist mir noch die live-musikalische Situation wert: Diese Woche hat uns leider Linkin Park versetzt - die sollten nach Macau ins Venetian kommen, haben aber kurzer Hand wegen Rückenproblemen die ganze Tour abgesagt (Rockstars!?). Somit muss ich mich hier weiter mit den wenigen (aber ganz guten) Coverbands in manchen Bars begnügen. Dafür geht's nächstes Jahr aber in Deutschland umso mehr rund: Am 02.02. kommen Papa Roach und Staind nach Köln, am 17.05. Metallica und da Angus & AC/DC auch mal wieder ne neue Platte haben (gefällt mir übrigens vorzüglich Jörgi) und die Hallenkonzerte innerhalb von 12 (!) Minuten ausverkauft waren, planen die jetzt gerade noch ne OpenAir-Tour für den Sommer. Wer ist wo dabei? :-)
Ich lern jetzt erstma ne Runde was...
Back to Hong Kong
Einmal mehr Hallo aus dem immer noch freundlich warmen Hong Kong!
Erstmal vielen lieben Dank für all die tollen Kommentare - so macht das Schreiben gleich mehr Spaß. Nur weiter so...
Seit letztem Dienstag bin ich aus Shanghai zurück - ein paar wunderschöne Tage im "richtigen" China. Unter anderem waren wir auf der höchsten Aussichtsplattform der Welt im World Financial Center, das erst Ende August eröffnet wurde. Ziemlich lustige Sache: Durch Glasplatten im Boden kann man bequem die gesamten 492m strack nach unten schaun. ;-)
Aber ich wollte ja noch von meinen sprachlichen Fortschritten berichten... Hier in HK (und der Provinz rundherum + einigen weiteren kleinen Flecken) wird wie gesagt Kantonesisch gesprochen während in Shanghai und weiten Teilen Festlandchinas Mandarin die offizielle Amtssprache ist. Das Ganze unterscheidet sich wie folgt:
Im Mandarin wurden im maoistisch-kulturrevolutionären Eifer die traditionellen, komplizierteren Schriftzeichen "vereinfacht", während im Kantonesischen nach wie vor traditionell geschrieben wird. Die Schriftzeichen selbst bedeuten alle das Gleiche. Somit kann ein Kantonese (einigermaßen) das lesen, was ein Festlandchinese geschrieben hat und umgekehrt. Mit dem Sprechen sieht's jedoch ganz anders aus: Es gibt zwar einige Ähnlichkeiten in der Aussprache, aber auch Wörter die mal GAR NICHTS miteinander zu tun haben. Mandarin wird seit der Rückgabe an China hier in HK als 2. Fremdsprache unterrichtet - zum Leidwesen des Tourismus, da es somit immer weniger Englisch-Sprachler gibt.
Für beide Sprachen wichtig (und für Europäer die größte Hürde): Der Ton macht die Musik... Im Mandarin gibt es 4 verschiedene Möglichkeiten eine Silbe zu betonen, die oftmals alle mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt sind. So kann "yi" je nach Betonung z.B. bewegen, Kette, 1 oder 100.000 Mio. heißen (Vorsicht beim bestellen ;-). Im Kantonesischen sind's dagegen mal eben NEUN (!) - somit wäre auch erklärt, warum ich Mandarin lerne, obwohl's mir für hier kaum was bringt... Mir sind die 4 schon 2,5 zu viel. Soviel zur Theorie, ich hoffe das hat soweit alles gestimmt.
In meinen 4 Tagen Mandarin-Land habe ich u.a. folgende Erfolgserlebnisse vorzuweisen:
- Bei McD eine Cola (kele) statt des komischen Frucht-Bohnen-Sahne Shakes im Menü bestellt
- Im Flieger ein Bier (pijou)
- Verstanden, was der Maronen-Mann für eine Tüte haben wollte (15)
- Chinesen am People's Square erzählt, dass ich Deutscher bin (Deguoren)
Also wie man sieht nicht wirklich viel - aber für den Anfang. :-)
@lh: 1) Wo genau jetzt so? Die Hollywood Road ist lang :-) 2) Bin ja fast selbst etwas schockiert über die Philippinos/Chinesen - wusste gar nicht worüber du redest, weil das inzwischen quasi selbstverständlich ist. Tja, das war noch einer der ganz frühen Schnappschüsse, wo ich mir noch keine Gedanken über die Hintergründe dieser Massenpicknicks gemacht hatte - ist korrigiert. Und laut isses da wirklich ;-)
Stimmung: Wie jetzt?? Auch noch studiern?
Wetter: Still summer, baby...
Gesamtlage: Läuft.
Erstmal vielen lieben Dank für all die tollen Kommentare - so macht das Schreiben gleich mehr Spaß. Nur weiter so...
Seit letztem Dienstag bin ich aus Shanghai zurück - ein paar wunderschöne Tage im "richtigen" China. Unter anderem waren wir auf der höchsten Aussichtsplattform der Welt im World Financial Center, das erst Ende August eröffnet wurde. Ziemlich lustige Sache: Durch Glasplatten im Boden kann man bequem die gesamten 492m strack nach unten schaun. ;-)
Aber ich wollte ja noch von meinen sprachlichen Fortschritten berichten... Hier in HK (und der Provinz rundherum + einigen weiteren kleinen Flecken) wird wie gesagt Kantonesisch gesprochen während in Shanghai und weiten Teilen Festlandchinas Mandarin die offizielle Amtssprache ist. Das Ganze unterscheidet sich wie folgt:
Im Mandarin wurden im maoistisch-kulturrevolutionären Eifer die traditionellen, komplizierteren Schriftzeichen "vereinfacht", während im Kantonesischen nach wie vor traditionell geschrieben wird. Die Schriftzeichen selbst bedeuten alle das Gleiche. Somit kann ein Kantonese (einigermaßen) das lesen, was ein Festlandchinese geschrieben hat und umgekehrt. Mit dem Sprechen sieht's jedoch ganz anders aus: Es gibt zwar einige Ähnlichkeiten in der Aussprache, aber auch Wörter die mal GAR NICHTS miteinander zu tun haben. Mandarin wird seit der Rückgabe an China hier in HK als 2. Fremdsprache unterrichtet - zum Leidwesen des Tourismus, da es somit immer weniger Englisch-Sprachler gibt.
Für beide Sprachen wichtig (und für Europäer die größte Hürde): Der Ton macht die Musik... Im Mandarin gibt es 4 verschiedene Möglichkeiten eine Silbe zu betonen, die oftmals alle mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt sind. So kann "yi" je nach Betonung z.B. bewegen, Kette, 1 oder 100.000 Mio. heißen (Vorsicht beim bestellen ;-). Im Kantonesischen sind's dagegen mal eben NEUN (!) - somit wäre auch erklärt, warum ich Mandarin lerne, obwohl's mir für hier kaum was bringt... Mir sind die 4 schon 2,5 zu viel. Soviel zur Theorie, ich hoffe das hat soweit alles gestimmt.
In meinen 4 Tagen Mandarin-Land habe ich u.a. folgende Erfolgserlebnisse vorzuweisen:
- Bei McD eine Cola (kele) statt des komischen Frucht-Bohnen-Sahne Shakes im Menü bestellt
- Im Flieger ein Bier (pijou)
- Verstanden, was der Maronen-Mann für eine Tüte haben wollte (15)
- Chinesen am People's Square erzählt, dass ich Deutscher bin (Deguoren)
Also wie man sieht nicht wirklich viel - aber für den Anfang. :-)
@lh: 1) Wo genau jetzt so? Die Hollywood Road ist lang :-) 2) Bin ja fast selbst etwas schockiert über die Philippinos/Chinesen - wusste gar nicht worüber du redest, weil das inzwischen quasi selbstverständlich ist. Tja, das war noch einer der ganz frühen Schnappschüsse, wo ich mir noch keine Gedanken über die Hintergründe dieser Massenpicknicks gemacht hatte - ist korrigiert. Und laut isses da wirklich ;-)
Stimmung: Wie jetzt?? Auch noch studiern?
Wetter: Still summer, baby...
Gesamtlage: Läuft.
Freitag, 10. Oktober 2008
Da isser wieder...
Also daran, dass ich von Langeweile gequält in meinem Kämmerchen sitze und Solitär
spiele liegts sicherlich nicht (auch wenn das ja anscheinend hier vermutet wird ;-). Und NATÜRLICH hab ich Zeit für dich mein Dirk! Mich deucht das wird gut...
Der Grund für die Funkstille ist eher darin zu sehen, dass ich mir gedacht habe nach so nem anstrengenden Monat des harten Studierens, sollte man es sich auch "mal" gut gehen lassen. Dann kam noch der chinesische Nationalfeiertag letzte Woche dazu und ehe ich mich umschauen konnte saß ich mit meiner lieben Freundin im Flugzeug gen Philippinen.
Der Plan war nachmittags in Manila zu landen, ein Bisschen Sehenswürdigkeiten und Nachtleben auszukundschaften und dann früh früh morgens weiter in Richtung tropisches Paradies zu fahren - so viel zum Plan. Dem entgegen stand dann nur, dass Manila... ich sag jetzt mal.... nicht unbedingt eine der einladendsten Städte für auf 500m erkennbare westliche Fremdlinge ist. Security Guards mit automatischen Waffen und Bombenkontrolle bei der Anfahrt im Taxi auf Hotels sprechen denke ich für sich. Und die entsetzt-verstaunten Blicke unserer Hotelreceptionistin auf die Frage wo wir denn zum Abendessen hingehen könnten gepaart mit dem Griff nach dem Lieferservice-Ordner sowieso. :) Dem entgegen stand, dass auf unserer (kleinen) nächtlichen Tour dann ausnahmslos ALLE trotz größter Armut ungemein freundlich und hilfsbereit waren. Und nach nem halben Tag sollte man sich wirklich kein Urteil bilden.
Der zweite Teil des Plans war dann also am nächsten Morgen um 06:30 (wann war ich denn das letzte mal derartig unchristlich früh wach???) mit dem Kleinbus in Richtung Küste zu fahren (ca. 2-3 Std.) und von da dann auf die Nachbarinsel Mindoro überzusetzen (ca. 1 Std.), wo wir ein nettes Zimmer am Strand gebucht hatten. Als wir endlich sämtliche Mitfahrer an unterschiedlichen Hotels aufgesammelt hatten, bekam der Fahrer aber einen Anruf und erklärte uns danach der Trip wäre gecancelt weil wegen Taifuns (warum eigentlich immer ich????) heute keine Boote ablegen würden.
Geknickt kamen wir also wieder im Booking Office unseres Resorts an und erörterten die verschiedensten Möglichkeiten von "noch einen Tag im verregneten Manila warten", "einen Flug nach Süden suchen, wo das Wetter besser ist" oder "zurück nach HK fliegen (wo das Wetter AUCH besser ist - GRML). Als wir eigentlich alles als Schwachsinn abgetan hatten, erreichte uns die Nachricht von 2 Kommilitoninnen von mir, die unabhängig von uns zum Hafen gefahren waren: Es fuhren zwar keine offiziellen Fähren, aber für 3500 Pesos (ca. 55 EUR) hätten sie jemanden, der uns privat rüberfährt.
Aufgrund des oben dargestellten Mangels an sinnvollen Alternativen (auch den Regentag in einer Sauna/Spa zu verbringen fiel übrigens flach, weil Google da irgendwie nur ganz ganz komische andere Sachen fand :-), schauten wir uns nur kurz an und waren schon auf dem Weg zum Linienbus Richtung Hafen. 2 Stunden Busfahrt, 1 Stunde Verhandlungen und gefühlte 7 Stunden Jeepney-Taxi-Fahrt 3 Buchten weiter saßen wir dann auch endlich auf unserem eigenen Boot. Vorher hatten wir uns noch überlegt, welche unserer Gepäckstücke wohl schwimmen und welche untergehen würden, nachdem die Nussschale gekentert ist - alles vergebens. Denn a) war das Boot richtig richtig groß (dafür haben die cleveren Philippinos uns sicherheitssüchtigen Europäern auch gleich nochmal etwas mehr aus der Tasche gezogen) und vor allem b) war zwar der Himmel etwas grau, aber von Regen geschweige denn Wind oder ner Welle größer als auf den Poller Wiesen am Rhein war weit und breit keine Spur...
Somit kamen wir mit ca. 6 Stunden Verspätung dann doch noch in unserem tropischen Inselparadies an und hatten ein paar extrem entspannte und tolle Tage. Obwohl alle Wetterseiten durchgehend bis Abreise Gewitter prophezeit hatten, war nach unserem Anreisetag nur hier und da mal ein Wölkchen zu sehen und sonst verwöhnten uns Sonne und blauer Himmel. Das ganze dann gepaart mit einem rundum-sorglos-Service, Bier für 0,80 und Cocktails für 2-3 EUR (in der Happy Hour die Hälfte) taten den Rest... (also nicht, dass ich jetzt neuerdings Alkohol trinken würde oder so). Die Bilder finden sich rechts unter dem entsprechenden Link - aber auch bei HK sind ein paar neue dabei. Und auch auf das Blog-Gemeinschaftswerk zweier ebenfalls antialkoholisch-vegetarisch orientierter Kommilidingens in Santa Barbara, USA und Ekaterinburg, Russland sei hier verwiesen.
Ansonsten gehts mir auch prima. Gestern hatte ich meinen ersten Mandarin-Test, für den ich mal eben die gesamten Vokabeln nachlernen musste - was ziemlich viel ist, da unserer MainlandChina-Lehrerin ein Tempo vorlegt, gegen das das chinesische BIP-Wachstum nur müde lächeln kann. Aber selber Schuld, wenn man sich auch auf irgendwelchen Inseln rumtreiben muss...
Ein weiterer Ansporn zum Lernen war aber die Tatsache, dass ich das Gelernte jetzt gleich mal ein wenig anwenden kann. (In HK wird kantonesisch gesprochen, was vom Schriftbild zwar recht ähnlich ist, aber sprachlich rein gar nichts mit Mandarin gemein hat.) Da ich aber übers Wochenende bei meiner Freundin in Shanghai weile, werd ich mal schauen ob man meine komische Akzent-Betonung hier versteht... Ich werde berichten, ob das Lernen was gebracht hat!
Stimmung: Koffer-raus-Koffer-rein
Wetter: Ach so fühlen sich normale Temperaturen an?
Gesamtlage: Hen hao! (sehr gut)
Der HaKaHa
spiele liegts sicherlich nicht (auch wenn das ja anscheinend hier vermutet wird ;-). Und NATÜRLICH hab ich Zeit für dich mein Dirk! Mich deucht das wird gut...
Der Grund für die Funkstille ist eher darin zu sehen, dass ich mir gedacht habe nach so nem anstrengenden Monat des harten Studierens, sollte man es sich auch "mal" gut gehen lassen. Dann kam noch der chinesische Nationalfeiertag letzte Woche dazu und ehe ich mich umschauen konnte saß ich mit meiner lieben Freundin im Flugzeug gen Philippinen.
Der Plan war nachmittags in Manila zu landen, ein Bisschen Sehenswürdigkeiten und Nachtleben auszukundschaften und dann früh früh morgens weiter in Richtung tropisches Paradies zu fahren - so viel zum Plan. Dem entgegen stand dann nur, dass Manila... ich sag jetzt mal.... nicht unbedingt eine der einladendsten Städte für auf 500m erkennbare westliche Fremdlinge ist. Security Guards mit automatischen Waffen und Bombenkontrolle bei der Anfahrt im Taxi auf Hotels sprechen denke ich für sich. Und die entsetzt-verstaunten Blicke unserer Hotelreceptionistin auf die Frage wo wir denn zum Abendessen hingehen könnten gepaart mit dem Griff nach dem Lieferservice-Ordner sowieso. :) Dem entgegen stand, dass auf unserer (kleinen) nächtlichen Tour dann ausnahmslos ALLE trotz größter Armut ungemein freundlich und hilfsbereit waren. Und nach nem halben Tag sollte man sich wirklich kein Urteil bilden.
Der zweite Teil des Plans war dann also am nächsten Morgen um 06:30 (wann war ich denn das letzte mal derartig unchristlich früh wach???) mit dem Kleinbus in Richtung Küste zu fahren (ca. 2-3 Std.) und von da dann auf die Nachbarinsel Mindoro überzusetzen (ca. 1 Std.), wo wir ein nettes Zimmer am Strand gebucht hatten. Als wir endlich sämtliche Mitfahrer an unterschiedlichen Hotels aufgesammelt hatten, bekam der Fahrer aber einen Anruf und erklärte uns danach der Trip wäre gecancelt weil wegen Taifuns (warum eigentlich immer ich????) heute keine Boote ablegen würden.
Geknickt kamen wir also wieder im Booking Office unseres Resorts an und erörterten die verschiedensten Möglichkeiten von "noch einen Tag im verregneten Manila warten", "einen Flug nach Süden suchen, wo das Wetter besser ist" oder "zurück nach HK fliegen (wo das Wetter AUCH besser ist - GRML). Als wir eigentlich alles als Schwachsinn abgetan hatten, erreichte uns die Nachricht von 2 Kommilitoninnen von mir, die unabhängig von uns zum Hafen gefahren waren: Es fuhren zwar keine offiziellen Fähren, aber für 3500 Pesos (ca. 55 EUR) hätten sie jemanden, der uns privat rüberfährt.
Aufgrund des oben dargestellten Mangels an sinnvollen Alternativen (auch den Regentag in einer Sauna/Spa zu verbringen fiel übrigens flach, weil Google da irgendwie nur ganz ganz komische andere Sachen fand :-), schauten wir uns nur kurz an und waren schon auf dem Weg zum Linienbus Richtung Hafen. 2 Stunden Busfahrt, 1 Stunde Verhandlungen und gefühlte 7 Stunden Jeepney-Taxi-Fahrt 3 Buchten weiter saßen wir dann auch endlich auf unserem eigenen Boot. Vorher hatten wir uns noch überlegt, welche unserer Gepäckstücke wohl schwimmen und welche untergehen würden, nachdem die Nussschale gekentert ist - alles vergebens. Denn a) war das Boot richtig richtig groß (dafür haben die cleveren Philippinos uns sicherheitssüchtigen Europäern auch gleich nochmal etwas mehr aus der Tasche gezogen) und vor allem b) war zwar der Himmel etwas grau, aber von Regen geschweige denn Wind oder ner Welle größer als auf den Poller Wiesen am Rhein war weit und breit keine Spur...
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Somit kamen wir mit ca. 6 Stunden Verspätung dann doch noch in unserem tropischen Inselparadies an und hatten ein paar extrem entspannte und tolle Tage. Obwohl alle Wetterseiten durchgehend bis Abreise Gewitter prophezeit hatten, war nach unserem Anreisetag nur hier und da mal ein Wölkchen zu sehen und sonst verwöhnten uns Sonne und blauer Himmel. Das ganze dann gepaart mit einem rundum-sorglos-Service, Bier für 0,80 und Cocktails für 2-3 EUR (in der Happy Hour die Hälfte) taten den Rest... (also nicht, dass ich jetzt neuerdings Alkohol trinken würde oder so). Die Bilder finden sich rechts unter dem entsprechenden Link - aber auch bei HK sind ein paar neue dabei. Und auch auf das Blog-Gemeinschaftswerk zweier ebenfalls antialkoholisch-vegetarisch orientierter Kommilidingens in Santa Barbara, USA und Ekaterinburg, Russland sei hier verwiesen.
Ansonsten gehts mir auch prima. Gestern hatte ich meinen ersten Mandarin-Test, für den ich mal eben die gesamten Vokabeln nachlernen musste - was ziemlich viel ist, da unserer MainlandChina-Lehrerin ein Tempo vorlegt, gegen das das chinesische BIP-Wachstum nur müde lächeln kann. Aber selber Schuld, wenn man sich auch auf irgendwelchen Inseln rumtreiben muss...
Ein weiterer Ansporn zum Lernen war aber die Tatsache, dass ich das Gelernte jetzt gleich mal ein wenig anwenden kann. (In HK wird kantonesisch gesprochen, was vom Schriftbild zwar recht ähnlich ist, aber sprachlich rein gar nichts mit Mandarin gemein hat.) Da ich aber übers Wochenende bei meiner Freundin in Shanghai weile, werd ich mal schauen ob man meine komische Akzent-Betonung hier versteht... Ich werde berichten, ob das Lernen was gebracht hat!
Stimmung: Koffer-raus-Koffer-rein
Wetter: Ach so fühlen sich normale Temperaturen an?
Gesamtlage: Hen hao! (sehr gut)
Der HaKaHa
Freitag, 26. September 2008
Taifun Stärke 8 in Hong Kong
Tach auch! Ich spar mir ma den Entschuldigungs-Vorspann und gelobe weiter fleißig Besserung. Inzwischen hat Philipp HK verlassen, Flo ist gekommen und auch wieder gegangen - also viele Feste zu feiern: jut wars! ;-) Macau und weitere Erlebnisse bin ich hier immer noch schuldig, aber jetzt möchte ich erstmal kurz zu einem Ereignis der letzten Woche kommen: Ein kleiner Taifun kam zu Besuch in HK vorbei.
Das Ganze äußerte sich in einer ansteigenden kollektiven Unruhe den ganzen Tag über letzten Dienstag (allein in einer anderthalbstündigen Mandarin-Vorlesung wurde die Dozentin 5 mal angerufen und über die Lageentwicklung informiert ;-). Während morgens noch Taifun-Signal 1 aushing (Stand-By, Taifun 800km vor HK), wurde mittags auf 3 erhöht (Starker Wind im Victoria Harbour, Böen bis 110 km/h) und für den Abend schließlich 8 angekündigt (Sturmwind mit Böen über 180 km/h).
So kam es dann auch, was dazu führte, dass alles bewegliche auf unserem Campus reingeräumt wurde und die Fensterscheiben mit Tape vorm Splittern geschützt wurden. Die Star Ferry im Hafen stellt den Betrieb ein, Schulen und Unis ebenso und die meisten Firmen auch. Endzeitstimmung pur also (Gerüchte sprechen von Hamsterkäufen ;-).
Und während wir das muntere Treiben den ganzen Tag über noch schmunzelnd betrachteten, muss ich doch zugeben, dass es abends durchaus heftig zuging. (Kleine) Bäume wurden entwurzelt, Äste brachen ab, Straßen wurden überflutet, Metall-Mülleimer und Bushaltestellenschilder fielen um und es regnete aus Strömen. Ein richtig schöner Abend um gemütlich zu Hause zu bleiben also - eigentlich...
Denn dummerweise war dieser auch gleichzeitig Flos letzter Abend in HK, den ich ihn nicht allein ohne Internet auf seinem Zimmer verbringen lassen wollte, so dass ich mich auf den Weg zu ihm gemacht hab.
Am Anfang dachte ich noch der Spaß wäre schon vorbei und schickte mutig eines der wenigen Piraten-Taxis, das das 3fache des normalen Preises von mir wollte weg, um zur MTR (U-Bahn) zu laufen. Als ich dann 10 Sekunden später bis auf die Haut durchnässt war, weil irgendwer da oben wohl nen ganz großen Sinn für Ironie und gefüllte Eimer hat, wurde ich eines Besseren belehrt.
Aber nach einem 20-minütigen Spiesrutenlauf (meist langsam und bedächtig, aber dann wieder husch husch unter Bäumen, Schildern und dergleichen durch), erreichte ich schließlich die Bahn und der Abend konnte beginnen.
Selbiger war übrigens genau wie die ganze Woche mit dir echt ein Knaller, du Chaot! Danke, dass du den "großen Schritt" gemacht hast und hergekommmen bist.
PS: @Flö/Jens... Hast du's auf dem HK Handy probiert (Nummer rechts)? Meld mich die Tage mal. Ansonsten soll Skype auch wahre Wunder wirken. ;-)
Das Ganze äußerte sich in einer ansteigenden kollektiven Unruhe den ganzen Tag über letzten Dienstag (allein in einer anderthalbstündigen Mandarin-Vorlesung wurde die Dozentin 5 mal angerufen und über die Lageentwicklung informiert ;-). Während morgens noch Taifun-Signal 1 aushing (Stand-By, Taifun 800km vor HK), wurde mittags auf 3 erhöht (Starker Wind im Victoria Harbour, Böen bis 110 km/h) und für den Abend schließlich 8 angekündigt (Sturmwind mit Böen über 180 km/h).
So kam es dann auch, was dazu führte, dass alles bewegliche auf unserem Campus reingeräumt wurde und die Fensterscheiben mit Tape vorm Splittern geschützt wurden. Die Star Ferry im Hafen stellt den Betrieb ein, Schulen und Unis ebenso und die meisten Firmen auch. Endzeitstimmung pur also (Gerüchte sprechen von Hamsterkäufen ;-).
Und während wir das muntere Treiben den ganzen Tag über noch schmunzelnd betrachteten, muss ich doch zugeben, dass es abends durchaus heftig zuging. (Kleine) Bäume wurden entwurzelt, Äste brachen ab, Straßen wurden überflutet, Metall-Mülleimer und Bushaltestellenschilder fielen um und es regnete aus Strömen. Ein richtig schöner Abend um gemütlich zu Hause zu bleiben also - eigentlich...
Denn dummerweise war dieser auch gleichzeitig Flos letzter Abend in HK, den ich ihn nicht allein ohne Internet auf seinem Zimmer verbringen lassen wollte, so dass ich mich auf den Weg zu ihm gemacht hab.
Am Anfang dachte ich noch der Spaß wäre schon vorbei und schickte mutig eines der wenigen Piraten-Taxis, das das 3fache des normalen Preises von mir wollte weg, um zur MTR (U-Bahn) zu laufen. Als ich dann 10 Sekunden später bis auf die Haut durchnässt war, weil irgendwer da oben wohl nen ganz großen Sinn für Ironie und gefüllte Eimer hat, wurde ich eines Besseren belehrt.
Aber nach einem 20-minütigen Spiesrutenlauf (meist langsam und bedächtig, aber dann wieder husch husch unter Bäumen, Schildern und dergleichen durch), erreichte ich schließlich die Bahn und der Abend konnte beginnen.
Selbiger war übrigens genau wie die ganze Woche mit dir echt ein Knaller, du Chaot! Danke, dass du den "großen Schritt" gemacht hast und hergekommmen bist.
PS: @Flö/Jens... Hast du's auf dem HK Handy probiert (Nummer rechts)? Meld mich die Tage mal. Ansonsten soll Skype auch wahre Wunder wirken. ;-)
Mittwoch, 17. September 2008
Bürokri, Bürokro, Bürokra...
Ja da hat der Hongkonghesse aber ma wieder ein Paar Löcher im Rasen gelassen - Asche über mein Haupt! Nur zur Beruhigung: An massiver Überarbeitung hat das zum Glück nicht gelegen, aber über unser Mondfest-Gambling-Weekend in Macau und auf der Rennbahn die Tage mehr. :-)
Heute möchte ich euch eine kleine Anekdote zum Einblick in die Bürokratie meiner Wahlheimat geben. Moment... Sagte die Deutschnase gerade was von Bürokratie?? Kann das denn schlimmer sein als in Germanien??? Ohja, es kann! Was aber viel mehr auffällt als die Vielzahl von Regeln ist eine unglaubliche, blinde Treue zu selbigen. Wer behauptet "Das haben wir immer so gemacht!" und "Es ist so vorgeschrieben." seien diskussionsungeeignete Totschlagargumente, sollte mal vorbeischaun und staunen wie vielseitig diese beiden Freunde anwendbar sind.
Aber genug Vorgeplänkel... Mein selbst erlebtes Fallbeispiel dreht sich um die Einführung in unseren campuseigenen Fitnessraum, die für jeden, der ihn benutzen will Pflicht ist. Hierfür gibt es 2 Termine: Einen nächste Woche, einen übermorgen.
Bisher habe ich es eigentlich immer geschafft, mir quer durch die Weltgeschichte derartige Kurse zu ersparen, indem ich wen auch immer davon überzeugt habe, dass ich mich auskenne und mir schon die Hanteln nicht um den Hals wickeln werde. Dass das hier nix wird, war mir recht schnell klar, so dass ich mich brav eingeschrieben habe, was folgendermaßen abläuft:
1) Formular ausfüllen mit allen möglichen persönlichen Daten und gewünschtem Termin
2) Kopie des Studentenausweises (Vorder- und Rückseite) machen, der nebenbei erwähnt nochmal die gleichen Daten enthält
3) Formular und Kopie und ein Passfoto ins Sports Centre tragen (ca. 10 Minuten Fußmarsch)
4) Versuchen die 50 HK$ Bearbeitungsgebühr mit einem 100er zu zahlen, was in einer Coke zum Geld wechseln bei 7-Eleven endete ("Sorry, wir haben kein Wechselgeld!")
5) Abgabe der fertigen "Bewerbungsmappe"
6) Platzvergabe nach dem Prinzip First-Come-First-Serve - im Prinzip könnte man jetzt also wissen, welchen Termin man gekriegt hat. Fehlanzeige: Darüber wird 2 Wochen später per Aushang im Sports Centre informiert (Hallo Fußmarsch! :-)
---2 Wochen später---
7) Feststellen, dass man am Abend des 18. den Kurs hat, wo auch Flo in HK ankommt (JAWOLLE, noch ein Taaag! :-)
8) Zurück zum Sports Centre mit der Bitte um die Namen der Teilnehmer des 2. Termins, um sich einen Tauschpartner zu suchen.
9)"Sorry, das ist nicht möglich"
"Warum nicht?"
"Wegen der Regeln."
"Das ist ja schön und gut - ich will ja auch nicht, dass irgendwo mehr Menschen teilnehmen als bisher. Ich möchte mir lediglich jemanden zum Tauschen suchen."
"Das ist nicht möglich."
(Dejavu)"Warum nicht?"
"Weil wir Dokumente für Sie vorbereiten müssen - wenn wir das jetzt tauschen bringt das hier alles durcheinander."
"Dann nehme ich einfach die Dokumente für meinen Tauschpartner und er dann meine mit."
Na wie mag da wohl die Antwort ausgefallen sein? (Tipp: Einfach mal oben lesen ;-)
Also werd ich mich morgen abend wohl oder übel mal in die hohe Kunst des Work Outs einführen lassen - sorry Flo! :-)
Aber so isses halt... Und mir gefällt's hier trotzdem!
Stimmung: "Bestens" durchorganisiert
Wetter: Also man gewöhnt sich an fast alles...
Gesamtlage: Passt!
PS: In 1,5 Stunden steht mit einer Gruppenpräsentation mein erster offizieller Amtsakt als Student hier an: Der kulturelle Wandel in der japanischen Gesellschaft des 20. Jhs. und seine Auswirkungen auf die HR-Strategien beim japanischen Elektrokonzern Matsushita... (Nur dasses hier nicht heißt ich schaff nix)
Also bis bald! Der HaKaHa
Heute möchte ich euch eine kleine Anekdote zum Einblick in die Bürokratie meiner Wahlheimat geben. Moment... Sagte die Deutschnase gerade was von Bürokratie?? Kann das denn schlimmer sein als in Germanien??? Ohja, es kann! Was aber viel mehr auffällt als die Vielzahl von Regeln ist eine unglaubliche, blinde Treue zu selbigen. Wer behauptet "Das haben wir immer so gemacht!" und "Es ist so vorgeschrieben." seien diskussionsungeeignete Totschlagargumente, sollte mal vorbeischaun und staunen wie vielseitig diese beiden Freunde anwendbar sind.
Aber genug Vorgeplänkel... Mein selbst erlebtes Fallbeispiel dreht sich um die Einführung in unseren campuseigenen Fitnessraum, die für jeden, der ihn benutzen will Pflicht ist. Hierfür gibt es 2 Termine: Einen nächste Woche, einen übermorgen.
Bisher habe ich es eigentlich immer geschafft, mir quer durch die Weltgeschichte derartige Kurse zu ersparen, indem ich wen auch immer davon überzeugt habe, dass ich mich auskenne und mir schon die Hanteln nicht um den Hals wickeln werde. Dass das hier nix wird, war mir recht schnell klar, so dass ich mich brav eingeschrieben habe, was folgendermaßen abläuft:
1) Formular ausfüllen mit allen möglichen persönlichen Daten und gewünschtem Termin
2) Kopie des Studentenausweises (Vorder- und Rückseite) machen, der nebenbei erwähnt nochmal die gleichen Daten enthält
3) Formular und Kopie und ein Passfoto ins Sports Centre tragen (ca. 10 Minuten Fußmarsch)
4) Versuchen die 50 HK$ Bearbeitungsgebühr mit einem 100er zu zahlen, was in einer Coke zum Geld wechseln bei 7-Eleven endete ("Sorry, wir haben kein Wechselgeld!")
5) Abgabe der fertigen "Bewerbungsmappe"
6) Platzvergabe nach dem Prinzip First-Come-First-Serve - im Prinzip könnte man jetzt also wissen, welchen Termin man gekriegt hat. Fehlanzeige: Darüber wird 2 Wochen später per Aushang im Sports Centre informiert (Hallo Fußmarsch! :-)
---2 Wochen später---
7) Feststellen, dass man am Abend des 18. den Kurs hat, wo auch Flo in HK ankommt (JAWOLLE, noch ein Taaag! :-)
8) Zurück zum Sports Centre mit der Bitte um die Namen der Teilnehmer des 2. Termins, um sich einen Tauschpartner zu suchen.
9)"Sorry, das ist nicht möglich"
"Warum nicht?"
"Wegen der Regeln."
"Das ist ja schön und gut - ich will ja auch nicht, dass irgendwo mehr Menschen teilnehmen als bisher. Ich möchte mir lediglich jemanden zum Tauschen suchen."
"Das ist nicht möglich."
(Dejavu)"Warum nicht?"
"Weil wir Dokumente für Sie vorbereiten müssen - wenn wir das jetzt tauschen bringt das hier alles durcheinander."
"Dann nehme ich einfach die Dokumente für meinen Tauschpartner und er dann meine mit."
Na wie mag da wohl die Antwort ausgefallen sein? (Tipp: Einfach mal oben lesen ;-)
Also werd ich mich morgen abend wohl oder übel mal in die hohe Kunst des Work Outs einführen lassen - sorry Flo! :-)
Aber so isses halt... Und mir gefällt's hier trotzdem!
Stimmung: "Bestens" durchorganisiert
Wetter: Also man gewöhnt sich an fast alles...
Gesamtlage: Passt!
PS: In 1,5 Stunden steht mit einer Gruppenpräsentation mein erster offizieller Amtsakt als Student hier an: Der kulturelle Wandel in der japanischen Gesellschaft des 20. Jhs. und seine Auswirkungen auf die HR-Strategien beim japanischen Elektrokonzern Matsushita... (Nur dasses hier nicht heißt ich schaff nix)
Also bis bald! Der HaKaHa
Montag, 8. September 2008
Daytrip nach Lantau Island
Am gestrigen Sonntag war ich mit einer kleinen Gruppe "Leidens"genossen mal draußen aus "High-Rise-Hong-Kong" - und zwar auf der grünen Insel Lantau Island, die zwar mehr als doppelt so groß ist wie Hong Kong Island, aber nur von ca. 50.000 Seelen bewohnt wird.
Neben einer der größten Freiluft-Buddha-Statuen gibt es dort bildhübsche Wanderwege durch die Natur, Tempel und malerische Fischerdörfer zu bestaunen, bei denen mal ganz schnell vergisst wie nah man doch eigentlich am pulsierenden Herz Hong Kongs dran ist und sich ein paar Jahrzehnte in der Zeit zurück versetzt fühlt.
Davon abgesehen findet sich auf Lantau auch das Hong Kong Disneyland und in direkter Nachbarschaft der bereits erwähnte Chep Lap Kok Airport, für den eine teilweise über 100m hohe Insel abgetragen und das übrig gebliebene Material davor aufgeschüttet wurden. Beinahe hätte es damals sogar Lantau selbst erwischt, aber zum Glück kam die Insel nochmal davon. Genug erzählt... Seht selbst!
Ansonsten geht's mir soweit prima. Natürlich schwer im "Stress" von einem Termin zum nächsten (man hat's nicht leicht als Student ;-), aber das passt schon. Seit letzter Woche bin ich auch ganz fleißig am Studieren und meinen Stundenplan umbauen. Mit arbeiten ist zur Zeit aufgrund fehlender Working Permit leider noch nix, aber das sollte sich jetzt auch im Laufe der Woche geben. Hierzu bei Gelegenheit mehr...
Jetzt erstmal noch nen schönen Tag ins kalte Germanien!
Stimmung: Top-erholt nach 1-Tages-Kurzurlaub
Wetter: Es hat sogar mal geregnet (kratzt die Temperatur halt wenig ;-)
Gesamtlage: Thumbs up!
Grüße
Der Hongkonghesse
Neben einer der größten Freiluft-Buddha-Statuen gibt es dort bildhübsche Wanderwege durch die Natur, Tempel und malerische Fischerdörfer zu bestaunen, bei denen mal ganz schnell vergisst wie nah man doch eigentlich am pulsierenden Herz Hong Kongs dran ist und sich ein paar Jahrzehnte in der Zeit zurück versetzt fühlt.
Davon abgesehen findet sich auf Lantau auch das Hong Kong Disneyland und in direkter Nachbarschaft der bereits erwähnte Chep Lap Kok Airport, für den eine teilweise über 100m hohe Insel abgetragen und das übrig gebliebene Material davor aufgeschüttet wurden. Beinahe hätte es damals sogar Lantau selbst erwischt, aber zum Glück kam die Insel nochmal davon. Genug erzählt... Seht selbst!
Ansonsten geht's mir soweit prima. Natürlich schwer im "Stress" von einem Termin zum nächsten (man hat's nicht leicht als Student ;-), aber das passt schon. Seit letzter Woche bin ich auch ganz fleißig am Studieren und meinen Stundenplan umbauen. Mit arbeiten ist zur Zeit aufgrund fehlender Working Permit leider noch nix, aber das sollte sich jetzt auch im Laufe der Woche geben. Hierzu bei Gelegenheit mehr...
Jetzt erstmal noch nen schönen Tag ins kalte Germanien!
Stimmung: Top-erholt nach 1-Tages-Kurzurlaub
Wetter: Es hat sogar mal geregnet (kratzt die Temperatur halt wenig ;-)
Gesamtlage: Thumbs up!
Grüße
Der Hongkonghesse




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